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Stationstest 2006

Nächste Generation von anerkannten Zuchthengsten
Der Final des Stationstestes vom 4. März hat wieder einmal alle Erwartungen erfüllt. Von 19 streng selektionierten Hengsten präsentierten sich noch 17 vor den Richtern am Final. Zwei Hengste wurden bereits vorher aus der Wertung genommen. Gemäss SFZV der eine aus gesundheitlichen Gründen (Strahlbein), der andere wegen seines unzulänglichen Verhaltens in der Boxe. Der Letztere kann nächstes Jahr nochmals versuchen, den Stationstest zu bestehen.

Die jungen, schön geputzten und gut vorbereiteten Pferde stellten sich unter besten Bedingungen vor. In der Reitbahn fand ab 8.30 Uhr die Reitprüfung mit Fremdreiter statt. Jedes Pferd musste also seine Eignung unter dem Sattel von zwei neutralen Reitern beweisen. Ein dritter Richter am Boden beurteilte die Gänge. Ab 10.30 Uhr fand im Hof die Fahrprüfung der Kandidaten statt. Nachdem ein Richter das Verhalten beim Einspannen bewertete, wurden auch beim Fahrtest die Pferde von zwei neutralen Fahrrichtern auf ihre Fahreignung geprüft (Noten für Durchlässigkeit, Gehorsam und Führbarkeit im Hindernis-Parcours), während ein weiterer Richter am Boden die Gangarten beurteilte. Etwa um vier Uhr wurden die Resultate verkündet: 14 anerkannte Zuchthengste und 3 Hengste mit ungenügendem Testergebnis (Ramiro W, 17.19%, v. Radorn; Nickelos, 12.50% v. Nolo; Nansen, 23.44% v. Noble Coeur).

Einmal mehr ist dieser Tag im gewohnten Rahmen abgelaufen, trotz schlechtem Wetter und Dauerregen. Die Zuschauer strömten schon früh zahlreich ins Nationalgestüt. Unter den Besitzern der Hengste war eine gewisse Spannung spürbar. Die während der 40 Tage erreichten Noten aller Hengste wurden am Morgen vom Sekretariat des SFZV für die Öffentlichkeit ausgehängt. Für viele Kandidaten war der Ausgang des Testes bis zur Resultat-Verkündung offen. Nach der Selektion in Glovelier, wo der Erhaltung der Basispferde und der bedrohten Linien Rechnung getragen wurde, waren wir gespannt auf die Resultate des Stationstestes. Bekannt ist ja, dass die Schönsten aus Glovelier in Avenches nicht immer erfolgreich sind. Trotzdem kann ein Hengst, auch ein Basis-Pferd, ein schönes und ein gutes Pferd sein. Manche behaupten, dass Basis-Pferde oder solche mit wenig Fremdblut am Stationstest keine Erfolgschance haben. Dieses Jahr wurde das Gegenteil bewiesen, indem Basis-Pferde unter den gekörten Hengsten zu finden sind, während andere mit einem hohen Fremdblutanteil gescheitert sind. Die Vorstandsmitglieder der IG OFM freuen sich, dass fünf der vierzehn anerkannten Hengste im Programm zum Linienerhalt anerkannt sind. Es handelt sich um Euridice und Hermitage, zwei Basis-Hengste, Espéranzo, Rothschild und No Limit. Die Verteilung der anerkannten Hengste auf die verschiedenen Linien präsentiert sich wie folgt: N (Noé) 5, H 3, E 2, L 2, R 1, N (Nelson) 1.

Hengste, die den Stationstest bestanden haben:


NameFremdblutVaterIndex
1.Lariboy9.77%Lascar147.61
2.Nutz25.00%Népal108.93
3.Novartis18.75%Noble Coeur106.16
4.Hontario7.03%Harison103.21
5.Nautilus21.88%Noble Coeur103.01
6.Norway25.78%Nestor102.00
7.Hamlet des ronds Prés13.28%Havane101.65
8.Euridice1.56%Estafette101.38
9.Nankin des Aiges19.53%Noha99.76
10.Hermitage0.78%Helix97.93
11.Espéranzo6.25%Elysée II97.79
12.Rothschild10.16%Ravel94.35
13.No Limit12.50%Nolo92.94
14.L'Artiste11.72%Libero91.77

Im letzten Januar hat das Nationalgestüt ein Dutzend Zuchthengste zum Verkauf gestellt. Folglich lag es nahe, bezüglich Verkauf der neu gekörten Hengste pessimistisch zu sein. Aber nein, nach unserem heutigen Wissen haben acht von diesen jungen Hengsten den Besitzer gewechselt, drei davon wurden durch das Nationalgestüt erworben.

Text: Jean-Pierre Graber
Übersetzung: Stefanie Meier

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Interessengemeinschaft zur Erhaltung
des Original Freiberger Pferdes