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Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Freibergerzuchtverband und dem Haras National in Avenches



Programm Paarung zum Erhalt von gefährdeten Linien (PEBL)

Bedingungen 2010
Die Arbeitsgruppe PEBL, bestehend aus Vertretern des SFZV, des Nationalgestüts, von Pro Specie Rara und der IGOFM hat an ihrer Sitzung vom 19. Novem-ber 2009 die Bedingungen für das Paarungspro-gramm der Decksaison 2010 festgelegt.

Folgende Anforderungen wurden für die Teilnahme definiert:

Selbstverständlich sind auch die Vorstandsmitglieder der IGOFM bereit diesbezügliche Fragen zu beantworten.

Wir hoffen, dass sich die Züchter unter den Mitgliedern der IGOFM rege und aktiv mit ihren geeigneten Stuten in diesem wichtigen Projekt engagieren.

Hansueli Stöckli

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Entwicklung der OFM-Zucht, 0 - 2 % FB, Geburten 2001-2008

(Grundlage: Zuchtbücher des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes)

Hengstfamilie20012002200320042005200620072008
C (Jurassien)6949474831151521
D (Drapeau)88512130
E (Elu)7463414543392832
H (Héroîque)8256858059819468
L (Alsacien)77665514
R (Raceur)4911413863
V (Vagabond)013798233
Total OFM-Geburten234205202195161151150131
Total FM-Geburten30603082301329592842279525762563
Anteil OFM gegenüber Total FM, %7.66.76.76.65.75.45.85.2
Veränderung der Geburtenzahl Total FM, %
+0.7-1.7-1.8-4.0-1.7-7.8-0.5
Veränderung der Geburtenzahl OFM, %
-12.4-1.5-3.5-17.4-6.2-0.7-12.7

Abbildung 1: Anzahl OFM-Geburten 2001-2008 nach Hengstfamilie.

Kommentar zur Auswertung 2008

Hansueli Stöckli, Ex-Präsident der IGOF

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Präsentation von 20 Junghengsten des Projekts PEBL in Avenches

Am 12. November fand in Avenches die letzte Freiberger-Schau 2008 statt, wo traditionell die Hengste des Nationalgestüts und einige Nachzügler gezeigt werden.

Die Junghengste des Projekts PEBL, welche in den letzten Jahren in Bellelay präsentiert wurden, fanden sich dieses Jahr auch in Avenches ein. Zwanzig junge Pferde, sechs 2 ½-Jährige und vierzehn 1 ½-Jährige präsentierten sich den Experten. Wir möchten an dieser Stelle allen Züchtern herzlich für ihr Engagement und ihre Teilnahme an dem Projekt PEBL danken. Denn diese Züchter wählen gute Hengstfohlen zur Aufzucht aus, welche im Programm zum Basis- und Linienerhalt teilnehmen können.

Am Ende der Schau hatten die Züchter allen Grund enttäuscht zu sein, denn die Experten-Kommission benutzte die 18-Punkte-Skala der Hengstwahl in Glovelier für die Beurteilung der Junghengste. Die Pferde verloren bei diesem strengen Massstab viele Punkte gegenüber ihrer Fohlenbeurteilung. Seit einigen Jahren wird diese erniedrigende Beurteilung der jungen Pferde von vielen Leuten in Frage gestellt. Das ergibt nämlich den Eindruck, dass sie sich von einem Jahr zum anderen sehr schlecht entwickelten. Auch wenn manche der Meinung sind, dass das Problem unlösbar sei, ist es absolut wichtig, dass die Zuchtverantwortlichen sich mit der Frage befassen und eine andere Lösung suchen für die Beurteilung der Hengstanwärter. Viele Leute verstehen nicht, warum ein gut benotetes Pferd plötzlich sehr niedrige Noten erhält, nur weil es Hengstanwärter ist.

Die Behörden zahlen jährlich einen Beitrag von 400 Franken im Namen des FM-Rasseerhalts. Die Bedingungen für den Erhalt dieser Prämie sind nicht genug streng. Die Beitragszahlung müsste an Bedingungen geknüpft werden, welche die Züchter verpflichtete (im Rahmen eines Programms) gleichermassen die Basishengste wie auch die Hengste der seltenen oder bedrohten Linien zu benutzen, um eine gewisse genetische Vielfalt zu erhalten und Inzucht zu vermeiden. Auf diese Art würde das Projekt PEBL erheblich an Effizienz gewinnen.

Schliesslich kann man nicht nur Beiträge für den Rasseerhalt ausschütten, ohne besondere Anstrengungen von den Züchtern zu verlangen. Sonst sind am Ende, unter dem Strich, grosse Summen Geld bezahlt worden, ohne die erwarteten Ergebnisse zu erzielen.

Abschliessend möchte ich hoffen, dass die Hengstanwärter des Projekts PEBL wieder auf einem Schauplatz in der Wiege der Freiberger-Rasse gezeigt werden.

Jean-Pierre Graber, Übersetzung: Stefanie Meier

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Entwicklung der OFM-Zucht, 0 - 2 % FB, Geburten 2001-2007

(Grundlage: Zuchtbücher des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes)

Hengstfamilie2001200220032004200520062007
C (Jurassien)69494748311515
D (Drapeau)8851213
E (Elu)74634145433928
H (Héroîque)82568580598194
L (Alsacien)7766551
R (Raceur)491141386
V (Vagabond)01379823
Total OFM-Geburten234205202195161151150
Total FM-Geburten3060308230132959284227952576
Anteil OFM gegenüber Total FM, %7.66.76.76.65.75.45.8
Veränderung der Geburtenzahl Total FM, %
+0.7-1.7-1.8-4.0-1.7-7.8
Veränderung der Geburtenzahl OFM, %
-12.4-1.5-3.5-17.4-6.2-0.7

Abbildung 1: Anzahl OFM-Geburten 2001-2007 nach Hengstfamilie.

Was sagt uns diese Tabelle?

Für die Zukunft bleibt der Wunsch und ein Aufruf an die Züchter, vermehrt auf den Fremdblutanteil zu achten und sich insbesondere mit ihren Stuten am Projekt «Erhaltung der bedrohten Hengstfamilien» zu beteiligen und dabei vor allem den bedrohten Linien Beachtung zu schenken.

Es wäre schade, wenn die Linien D, R und V nicht gerettet werden könnten.

Für ihre bisherigen Anstrengungen zum Basis- und Linienerhalt möchte ich allen Züchtern herzlich danken.

Hansueli Stöckli, Ex-Präsident der IGOF

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Fremdblutanteil der FM-Hengste 2001-2008

(Quellen: Zuchtbücher und Hengstkataloge des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes)

Hengstfamilie2001 *)2002 *)2003 *)2004 *)2005 *)2006 *)2007 *)2008 *)
C (Jurassien)5.97355.96325.17314.77285.69286.67286.01286.2225
D (Drapeau)3.1344.1734.1734.1736.25212.5111.72111.721
Don (Doktryner)12.5112.5112.5112.5112.5112.5112.5212.52
E (Elu)5.84224.05205.11186.04195.26184.48214.60224.8221
H (Héroîque)5.75346.11326.02385.80415.54425.42435.62455.9342
L (Alsacien)14.444614.374612.774312.794412.914112.323712.123811.9037
N (Noé)32.151332.541433.851332.601727.761926.702628.272428.2724
P (Polarstern)12.50112.50118.75318.75318.75317.19417.19417.194
Q (Qui-Sait)41.15940.80939.42938.541036.821036.92835.65836.727
R (Raceur)4.1665.0054.6942.0356.2557.4268.7368.736
V (Vagabond)13.801213.171413.371313.371413.341113.401313.331411.7213
Durchschnitt13.7618313.7417714.1717613.7618513.7318014.1418814.2519014.16182

Abbildung 1: Fremdblutanteile der Freiberger-Hengste 2001-2008
*) 1. Zahl: Fremdblutanteil der Hengstfamilie, 2. Zahl: Anzahl Hengste der Familie.

Kommentar
In den Anfängen der IG wurde auch das Zuchtbuch der Freibergzucht geschlossen, das heisst unterem anderem, dass keine weitere rassenfremde Zuchthengste verwendet werden dürfen. Aufgrund dieses Umstandes wurden wir von der Zuchtleitung immer wieder darauf hingewiesen, dass mit dieser Massnahme der Fremdblutanteil innerhalb der Freibergerrasse zurückgehen werde. Diese Aussage ist richtig. Die Frage blieb aber immer offen, in welchem Zeitraum sich diesbezüglich etwas verändern würde.

Nachdem seit dem Jahr 2001 die Fremdblutanteile im jährlichen Zuchtbuch und einige Jahre später auch im Hengstkatalog des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes veröffentlicht werden, kann die Entwicklung des Fremdblutanteiles innerhalb der angekörten Zuchthengste verfolgt werden.

Aus der obenstehenden Tabelle kann unter anderem folgendes festgestellt werden:

Daraus lassen sich folgende Schlüsse und Prognosen ziehen:

Diese Massnahmen sind für die Zukunft unserer Rasse gerechtfertigt. Wir, darunter verstehe ich alle Beteiligten und insbesondere die Zuchtleitung, sind es unserer Rasse schuldig!

Hansueli Stöckli, Ex-Präsident der IGOF

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Neuer Verein in der Familie der Freiberger-Pferde

'Der Verein der reinen Freiberger-Rasse ist entstanden' oder 'Die Sicherung von reinrassigen FM-Pferden - Zwischen Utopie und Wirklichkeit', so titelte die Lokalpresse in den Tagen nach der Gründungsversammlung des schweizerischen Vereins der reinrassigen Freiberger-Pferde. Die Versammlung fand am 23. August 2008 in der Gemeinde Tramelan statt, am Tor der Freiberge. Die Gründung des neuen Vereins ist nicht wirklich eine Überraschung, da bereits seit einiger Zeit die Drahtzieher - übrigens frühere Mitglieder der IG OFM - eine Abspaltung androhten, wenn ihre Ideen durch die Leitung des Zuchtverbandes nicht ausreichend berücksichtigt würden. Im Revisions-Entwurf des Zuchtreglementes des Freibergerzuchtverbandes wurde ihnen ein Platz reserviert, unter der Voraussetzung, dass - selbst bei erfolgter Annahme der Revision - sie sich organisieren und einen Verein gründen müssten, um wie die Zuchtgenossenschaften von den Leistungen des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes profitieren zu können. Festzustellen ist, dass die Ziele des neuen Vereins sich nicht oder nur wenig von denen der IG Original Freiberger (IG OFM) unterscheiden. Trotzdem ist es überraschend, dass die Gründer des neuen Vereins auch Pferde mit Fremdblut akzeptieren, obwohl ihre Leitsprüche 'Reine Freiberger Rasse' und 'Ein echter Eidgenoss' lauten und sie klare und kompromisslose Anhänger der reinen Freiberger-Rasse sind. Der neue Verein zählt vier interne Sektionen: 1. Reine Rasse. 2. Fremdblut bis zu 12.5%. 3. Fremdblut von 12.50% bis 50%. 4. Mehr als 50% Fremdblut. Die vierte Sektion deutet darauf hin, dass neue Kreuzungen mit fremden Hengsten nicht ausgeschlossen werden, im Gegensatz zum Schweizerischen Freibergerzuchtverband, welcher das Zuchtbuch vor der Zufuhr jedes neuen Fremdblutes geschlossen hat. Im Moment ist kein Feuer im Dach. 25 Personen haben die Gründungsurkunde unterzeichnet und der Vorstand des Vereins setzt sich aus 10 Personen zusammen. Hansruedi Arn von Niederbipp wurde zum Präsidenten ernannt. Ein Sitz im Vorstand ist für die Westschweiz reserviert. Bisher wollte kein Westschweizer Züchter auf den Zug aufspringen.

Und was sagt der Schweizerische Freibergerzuchtverband dazu? Glaubt man den informellen Aussagen des Vizepräsidenten gegenüber der Presse, so will der FM-Zuchtverband die Sache ernst nehmen. Er wird mit dem neuen Verein Kontakt aufnehmen und offen bleiben für mögliche zukünftige Kontakte. Nach der Ablehnung des Revisionsentwurfs des Zuchtreglementes im April dieses Jahres hat der Verband die Arbeit in diesem Bereich nicht sofort wieder aufgenommen, sondern der Lösung der internen Probleme den Vorrang gegeben, der Kündigung des Geschäftführers und der schnellen Verbesserung der finanziellen Situation. Eine neue Revision der Verordnungen könnte im nächsten April lanciert werden, beim Wechsel des Präsidenten. Im Moment bleibt alles offen. Falls der neue Verein im Freibergerzuchtverband nicht zufrieden sein sollte, könnte er einen eigenen Verband gründen, der vom Bundesamt für Landwirtschaft (BAfL) anerkannt und subventioniert würde. In diesem Fall wäre die Spaltung vollzogen, was sicher eine Schwächung des wirtschaftlichen und züchterischen Niveaus der Freibergerzucht nach sich ziehen würde.

Wir erklären, dass die IG OFM nicht zur Gründungsversammlung eingeladen wurde. Sie hat also nicht offiziell Stellung bezogen. Momentan verfolgt die IG ihrerseits ihre Arbeit gemäss ihren Statuten und als Partner im Projekt für den Erhalt der Basis-Pferde und der bedrohten Linien. Es ist lobenswert, dass sich Menschen für den Erhalt von originalen (reinen) Freibergern engagieren. Es ist jedoch nicht vorstellbar, dass die Pferde der Freiberger-Rasse, welche auf europäischer Ebene anerkannt ist, in verschiedenen Zuchtbüchern eingetragen werden. Es muss Lösungen geben, damit alle Freibergerpferdezüchter unabhängig von ihren Besonderheiten Mitglieder desselben und einzigen Verbandes sein können. Zusammen müssen Lösungen gefunden werden, um den Fortbestand der Freiberger-Rasse zu sichern. Dazu braucht es natürlich eine Vision, aber auch wirtschaftliche Aspekte müssen berücksichtigt werden. Das eine geht nicht ohne das andere, wenn die Freiberger-Rasse nicht früher oder später verloren gehen soll. Es bleibt zu hoffen, dass beim nächsten Revisions-Versuch des Zuchtreglementes die Beteiligten die Bedeutung für die Zukunft und das Wohl der Freibergerrasse begreifen werden.

Text: Jean-Pierre Graber, Übersetzung: Stefanie Meier, Jacqueline Wiedler

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Projekt 'begleitete Paarung zum Erhalt von gefährdeten Linien' PEBL

Vor 10 Jahren wurde 1997 die IG OFM gegründet. Die Initiatoren dieser Gemeinschaft befürchteten das Aussterben der Originalen Freiberger Pferde, da sich die Kreuzungsprodukte sehr schnell verbreiteten auf Kosten der Basis-Pferde. Die neuen Linien L (Alsacien), N (Noé), Q (Qui-sait) waren sehr beliebt, während die alten Linien V (Vagabond), R (Raceur) und D (Drapeau) immer weniger Vertreter aufwiesen und die Linien B (Bouclier), S (Sirus) und U (Urus) bereits verschwunden waren.

Im Jahr 2002 bestätigte eine Analyse des Nationalgestüts diese Situation. Sie prophezeite sogar das Verschwinden der Basis-Pferde (weniger als 2% Fremdblut) im Jahr 2005. Der SFZV musste unbedingt drastische Massnahmen ergreifen, um den Fortbestand der Freiberger-Rasse zu sichern, der einzigen einheimischen Pferderasse.

Im Jahr 2002 wurde aufgrund der Gedanken über die Zukunft des FM ein Projekt zum Erhalt der Basis-Pferde und der bedrohten Hengstlinien gestartet. Das Projekt wurde von vier Organisationen gemeinsam ausgearbeitet, dem Schweizerischen Freibergerzuchtverband, dem Nationalgestüt, der IG OFM und ProSpecieRara, mit finanzieller Unterstützung des Bundesamtes für Landwirtschaft.

Ende 2006, nach 4 Jahren, war die erste Phase dieses Projekts mit folgenden Verdiensten beendet:

Erfreulicherweise lässt sich festzustellen, dass die Züchter am Programm mitwirken, und dass das Basis-Pferd und die bedrohten Linien bereits von diesen Massnahmen profitiert haben.

20 Hengste wurden im Stud-book anerkannt, aufgeführt nach Linien:

Zucht erfordert viel Zeit, daher war eine zweite Phase des Projektes PEBL von 2007 bis 2010 notwendig. Diese zweite Phase sieht Massnahmen vor mit dem Ziel, dreissig gezielte Paarungen pro Jahr zu haben. So sollen die Erfolgsaussichten für die Erreichung der Ziele verbessert und die administrative Arbeit wesentlich vereinfacht werden.

Für das Jahr 2007 wurde eine Aktion durchgeführt mit dem Hengst Damiano du Puits zur Bedeckung von ausgewählten Stuten.

Für das Jahr 2008 wird der Schwerpunkt auf den Linien C und D liegen, welche besondere Aufmerksamkeit verdienen. Die Hengste Clinquant, Cabernet, Damien und Deli werden für gezielte Paarungen verwendet. Die E-Linie ist momentan nicht mehr gefährdet.

Diese zweite Phase wird noch Anstrengungen in der Kommunikation und viel Arbeit fordern. Abschliessend ist daran zu erinnern, dass der SFZV seit 1997 eigenständig ist und dass das Zuchtbuch geschlossen ist gegen jede Zufuhr von Fremdblut. Das bedeutet, dass die FM-Zucht als Reinzucht betrieben wird und wir bei Inzucht-Problemen nicht länger auf fremde Genetik zurückgreifen können. Es ist daher wichtig, eine möglichst breite genetische Grundlage und eine möglichst grosse Linienvielfalt zu erhalten, indem wir darauf achten, dass für die Auswahl besonders interessante Pferde im Stud-book erhalten bleiben. Aus diesem Grund ist das Projekt PEBL sehr wichtig.

Text: Jean-Pierre Graber, Übersetzung: Stefanie Meier, Jacqueline Wiedler

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Entwicklung der Original Freibergerzucht, Geburten seit 2001

Unser Präsident Hansueli Stöckli hat eine interessante Statistik über die Original Freiberger Fohlen der Jahrgänge 2001 bis 2004 erstellt:
Linie2001 2002 2003 2004 Total OFM 2001-2004 Anteil OFM pro Linie
H 82 56 85 80 303 36.3%
C 69 49 47 48 213 25.5%
E 64 63 41 45 213 25.5%
V 0 13 7 9 29 3.5%
R 4 9 11 4 28 3.4%
L 7 7 6 6 26 3.1%
D 8 8 5 1 22 2.6%
Total 234 205 202 193 834
Total FM Fohlen 3060 3082 3013 2959
Anteil OFM 7.6% 6.7% 6.7% 6.5%

Was können wir aus dieser Statistik lesen?

Zahl und Anteil der OFM-Geburten leider sinkend
Die Zahl der OFM-Geburten und ihr Anteil an allen FM-Geburten sind leider sinkend. Hoffnungen macht jedoch die Tatsache, dass die OFM-Zucht weniger zurückgegangen ist, als erwartet oder befürchtet. Der von P.A. Poncet im Jahr 2001 vorausgesehene starke Rückgang an OFM-Geburten konnte also gebremst werden.

OFM-Geburten in gefährdeten Linien sehr gering
Die Zahl der OFM-Fohlen in den gefährdeten Linien V, R und D ist sehr gering. Diese Linien nur über die OFM-Zucht erhalten zu wollen, ist nahezu aussichtslos. Es bestätigt sich also der Weg der IG, bei der Linienzucht auch eingekreuzte Hengste (oder Stuten) zu berücksichtigen. Nur so bestehen überhaupt noch Chancen, diese Linien wieder stärker zu verbreiten und so vor dem Aussterben zu bewahren. Es braucht ja einige neu gekörte Hengste in jeder Linie, bevor man die Linie nicht mehr als bedroht bezeichnen darf. Dieser Zuwachs an Hengstanwärtern ist über die OFM-Fohlen alleine gar nicht denkbar.

Für die Zukunft bleiben der Wunsch und ein Aufruf an die Züchter, vermehrt auf den Fremdblutanteil zu achten und vor allem den bedrohten Linien Beachtung zu schenken. Es wäre schade, wenn die Linien D, R und V nicht gerettet werden könnten. Für ihre bisherigen Anstrengungen zum Basis- und Linienerhalt möchte ich allen Züchtern herzlich danken.

Text: Stefanie Meier

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Pferdeschau in Bellelay

Projekt "Erhaltung der Freiberger Basislinien" erstmals an der Öffentlichkeit

Das gemeinsame Projekt des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes, des National Gestütes, Pro Specie Rara und der Interessengemeinschaft Original Freiberger mit der Bezeichnung 'Erhaltung der Freiberger-Basislinien', ist erstmals mit Zuchtprodukten an die öffentlichkeit getreten. Dieses Projekt hat zum Ziel, die genetische Basis sowie eine größtmögliche Anzahl Blutlinien der Freibergerrasse zu erhalten.

An der historischen Stätte von Bellelay, vor der Kulisse des altehrwürdigen Wirtschaftsgebäudes, konnte die Präsentation der am Zuchtlinienerhaltungsprogramm beteiligten Hengstanwärter den Richtern und dem fachkundigen Publikum vorgeführt werden. Es wurden sieben 1½-jährige Hengstfohlen und vier 2½-jährige Junghengste vorgestellt. Davon waren je 4 aus der E- und H-Linie, 2 aus der D-Linie und einer aus der R-Linie. Wird auch die mütterliche Abstammung durchleuchtet, kann festgestellt werden, dass auch die C- und V-Linie vertreten ist, so dass ein weites Spektrum der 'alten' Blutlinien der Freibergerrasse in diesen Projekttieren berücksichtigt wurde.

Sich über die Qualität der vorgeführten Tiere zu äussern ist nicht einfach. Die Beurteilung von Jungpferden in diesem Alter ist schwierig, sind sie doch in voller Entwicklung, sie verändern ihr Exterieur praktisch von Monat zu Monat. Sie können sich heute als unharmonische, überbaute oder langbeinige Sprösslinge darstellen und einige Zeit später wieder den gewünschten Vorstellungen entsprechen. Das unter den Züchtern bekannte alte Sprichwort: 'Ein- bis knapp dreijährige Pferde soll man nicht beurteilen!' hat sich auch hier bewahrheitet. Ein ganz großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön gebührt deshalb den Züchtern dieser Jungpferde, die trotz dem oben erwähnten Wissen, ihre jungen Tiere sorgfältig für diese erste Sichtung vorbereitet haben.

Für die 21/2-jährigen Junghengste wird es in knapp einem halben Jahr ernst, gilt es doch sich im Januar 2005 in Glovelier für den Stationstest zu qualifizieren. Der jüngere Jahrgang hat dazu noch genügend Zeit. Wir sind gespannt, wie sie sich in einem Jahr präsentieren werden.

Text: Hansueli Stöckli

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Projekt 'Begleitete Paarung'

Gemäss einer Untersuchung des Nationalgestütes in Avenches werden bei gleich bleibender Anpaarung bis im Jahr 2005 keine FM mehr geboren, die einen Fremdblutanteil von weniger als 2 Prozent aufweisen.

Weil es aber sehr wichtig ist, dass ein Mindestbestand von 10 Prozent an so genannten Basispferden (Original Freiberger) an der Gesamtpopulation erhalten bleibt, müssen dringend Massnahmen ergriffen werden. Aus diesem Grund haben die vier Partner: Schweizerischer Freibergerzuchtverband, Nationalgestüt Avenches, IG OFM und Pro Specie Rara ein entsprechendes Förderungsprojekt ausgearbeitet.

Es sieht folgende Unterstützung der Züchter vor:

Die IG OFM beteiligt sich neben der Mitarbeit auch an den Projektkosten mit Fr. 2000.- pro Jahr.

Analog dazu werden mit diesem Förderungspaket auch andere vom Aussterben bedrohte FM-Hengstlinien (ohne Begrenzung des Fremdblutanteiles) unterstützt. Die bedrohten Hengstlinien sind: D (Drapeau), D (Doktryner), E, N (Nelson), R und V.

Detaillierte Auskünfte und Informationen können bei den vier Partnerorganisationen eingeholt werden.

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Begleitende Paarung

Eine Untersuchung von Gestütsdirektor Pierre-André Poncet hat ergeben, dass in ca. 3 Jahren keine Original Freiberger (Basispferde) mehr geboren werden, wenn nicht dringend Sofortmassnahmen getroffen werden. Die Ergebnisse dieser Studie haben endlich auch die Verantwortlichen des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes aufgeschreckt. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Freibergerzuchtverband (Zuchtkommission), dem Nationalgestüt Avenches, Pro Specie Rara und der IG Original Freiberger wurde ein Programm ausgearbeitet, das dem drohenden Verlust der Basispferde und dem Verschwinden wertvoller Hengstfamilien entgegenwirken soll. Mit finanziellen Anreizen sollen die Züchter und Aufzüchter angeregt werden an diesem Programm teilzunehmen. Nachstehend erläutern wir die Einzelheiten dieser neuen Massnahmen und hoffen auf eine gute Aufnahme bei den Züchtern.

Auszüge aus dem Programm zur begleitenden Paarung

1. Analyse der Situation

Entwicklung der Anzahl Basis-Pferde
Die Zahl der Basis-Pferde (weniger als 2% Fremdblutanteil) hat in den letzten Jahren konstant abgenommen. Wenn diese Abnahme im gleichen Rhythmus weitergeht, werden bis im Jahre 2005 die Basis-Pferde verschwunden sein.


Abbildung 1: Entwicklung der Anzahl Basis-Pferde.

Entwicklung der Hengstlinien
Linie C: Nimmt progressiv ab, ist aber nicht in Gefahr.
Linie D (Drapeau): Ist bei der Hengstselektion nicht mehr vertreten. Aussterben bedroht.
Linie D (Doktryner ox): Ist praktisch nicht mehr vertreten an der Hengstselektion. Aussterben bedroht.
Linie E: Nimmt progressiv ab. Ist nur noch wenig vertreten an der Hengstselektion. Beobachten und behandeln.
Linie H: Stark vertreten in den letzten Jahren. Nicht in Gefahr.
Linie L: Stark vertreten in den letzten Jahren. Nicht in Gefahr.
Linie N (Noé): Gut vertreten in den letzten Jahren. Nicht in Gefahr.
Linie N (Nelson): Wenig vertreten in den letzten Jahren. Beobachten und behandeln.
Linie Q (Qui-Sait): Vertreten in den letzten Jahren. Nicht in Gefahr.
Linie R: Ist bei der Hengstselektion nicht mehr vertreten. Aussterben bedroht.
Linie U: Erloschen. Keine Gefriersamen mehr vorhanden.
Linie V: Ist bei der Hengstselektion nicht mehr vertreten. Aussterben bedroht.

Seit einigen Jahren erfolgt die Wahl der Hengstanwärter grösstenteils nur nach folgenden Kriterien:

2. Ziele des Programms

Unter Berücksichtigung einer möglichst grossen Handlungsfreiheit für den Züchter und möglichst wenig Eingriff in den Markt der Pferde:

  • Erhaltung einer möglichst grossen Anzahl männlicher und weiblicher Linien, vor allem der stark rückläufigen Hengstlinien (Genannt Linienzucht).
  • Erhaltung einer maximalen Anzahl von Pferden mit weniger als 2% Fremdblutanteil, ohne Rücksicht auf den Typ (Genannt Anpaarung Basis).
  • 3.a) Hengste und Stuten zur Anpaarung Basis

    Hengste

    Stuten

    3.b) Hengste und Stuten zur Linienzucht

    Hengste

    Damit sind die folgenden Hengste im Programm Linienzucht zur Erhaltung der Linien zugelassen:
    Linie D (Drapeau): Damien, Deli, Distel und Dominic.
    Linie D (Doktryner): Don Flamingo.
    Linie E (Elu): Ecossais, Eclar, Eclair, Edison, Eldorado, Ellington, Elvis, Elysée II, Enjoleur und Estafette.
    Linie N (Nelson): Nick, Nicolo und Nolo.
    Linie R (Raceur): Radorn, Ramon, Ravel, Redaktor und Rigaf.
    Linie V (Verdun): Vainqueur, Van Gogh, Vicky, Vidocq, Vivaldi, Voyou und Vulcain.

    Stuten

    4. Finanzielle Unterstützung

    Nach Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem Besitzer und dem SFZV, welche die gewählte Paarung regelt, werden folgende Beträge ausbezahlt:

    Decken: Falls die Stute die Anforderungen erfüllt und die Vereinbarung unterschrieben ist, erhält der Stutenbesitzer Fr. 100.-- und die Decktaxe retour.
    Hengstfohlen 6 Monate: Falls das Fohlen mind. 18 Punkte, keine Teilnote unter 6 erhält und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel der Stute vom Züchter unterschrieben ist, erhält der Züchter Fr. 50.--.
    Stutfohlen 6 Monate: Falls das Fohlen mind. 20 Punkte, keine Teilnote unter 6 erhält und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel der Stute vom Züchter unterschrieben ist, erhält der Züchter Fr. 50.--.
    Hengstfohlen 18 Monate: Falls das Fohlen am National FM präsentiert wird und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel vom neuen Besitzer unterschrieben ist, erhält der Besitzer anlässlich der Präsentation an der Schau Fr. 150.--.
    Hengstfohlen 30 Monate: Falls das Fohlen am National FM präsentiert wird und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel vom neuen Besitzer unterschrieben ist, erhält der Besitzer anlässlich der Präsentation an der Schau Fr. 200.--.
    Basis-Hengst: Falls der Hengst am Stationstest gekört, in der Kategorie Basis eingetragen wurde und die Vereinbarung bei Wechsel vom neuen Besitzer unterschrieben ist, erhält der Besitzer anlässlich der Anmeldung an den Stationstest Fr. 150.--.
    Hengst Stud-Book: Falls der Hengst den Stationstest bestanden hat, gekört, in der Kategorie Stud-Book eingetragen wurde und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel vom neuen Besitzer unterschrieben ist, erhält der Besitzer anlässlich der Anmeldung an den Stationstest Fr. 200.--.
    Stute 3jährig: Falls die Stute in die Kategorie Stud-Book, Klasse B eingetragen wurde und die Vereinbarung bei Besitzerwechsel vom neuen Besitzer unterschrieben ist, erhält der Besitzer anlässlich der Anmeldung an den Feldtest Fr. 150.--.

    Weitere Informationen zur begleitenden Paarung erhalten interessierte Züchter beim Schweizerischen Freibergerzuchtverband (Tel. 026 67 66 343).

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    Neue Herdebuchordnung

    Bericht über die Ausserordentliche Delegiertenversammlung des Freibergerzuchtverbandes

    An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Freibergerzuchtverbandes ging es Mitte Dezember hoch zu und her. Es kamen so viele Delegierte und interessierte Zuhörer, dass zuallererst zusätzliche Tische und Stühle organisiert werden mussten. Wir IG-Mitglieder sassen als kleines Grüppchen zusammen an einem Tischende. Heidi Gurtner hielt die uns zugeteilte Stimmkarte für die Abstimmungen bereit. Viele Diskussionen und Reden werde ich hier auslassen müssen und nur die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

    Wichtige neue Herdebuchordnung
    Das revidierte Zuchtprogramm wurde einstimmig angenommen. Spannender wurde es bei der neuen Herdebuchordnung, welche eine neue Kategorie Basis enthält (siehe auch Artikel über die Basispferde). Pierre-André Poncet, Direktor des Nationalgestüts, nannte als wichtigsten Vorteil dieser neuen Kategorie die Transparenz in Bezug auf den Fremdblutanteil jedes Freibergers, was für Züchter, Verband und Marketing der Freiberger gleichermassen wichtig ist.
    Luc Jallon stellt nach einiger Diskussion klar, dass alle Pferde der Sektion Reinzucht (unabhängig vom Fremdblutanteil) solche Freiberger sind, wie es die Züchter und der Zuchtverband wünschen. Die Tiere der Kategorien A, B, C und Basis sind alle zur Zucht erwünscht. Anders ist das bei Register-Pferden (früher D-Hengste genannt), welche zwar als Freiberger auch Aushängeschilder unserer Zucht sind, aber nicht zur Zucht geeignet sind. Neu können auch Nachkommen von Registerpferden nicht mehr ins Zuchtbuch aufgenommen werden.
    Für eine Annahme der für uns wichtigen Kategorie Basis war eine Zweidrittelsmehrheit nötig. Ein Blick auf die hochgehaltenen Stimmzettel zeigte uns, dass der Ausgang der Abstimmung knapp werden würde. Nach längerem Rechnen dann das Ergebnis: mit 49 Ja-Stimmen zu 25 Nein-Stimmen mit einer Mehrheit von 66.22% nicht angenommen. Bei uns machte sich Enttäuschung breit, Hansueli Stöckli notierte sich ein paar Sätze, welche er vielleicht später als Kommentar zur Abstimmung noch aussprechen würde. Mögliche Konsequenzen diskutierten wir leise unter uns.
    Die Richtlinien zur Körung der Hengste gab wenig zu reden, da ja ohne Basispferde nur wenige änderungen zum Tragen kamen. Die Versammlung nahm die neuen Richtlinien mit grosser Mehrheit an und die Sitzung ging über zum Budget und zu Orientierung über Verschiedenes. Plötzlich aber stieg die Spannung im Saal wieder, denn es wurde bekannt gegeben, dass nach mehrfachem Nachrechnen und Konsultation mit den Stimmenzählern die neue Herdebuchordnung und damit die Kategorie Basis mit 57 Ja-Stimmen zu 25 Nein-Stimmen die nötige Zweidrittelsmehrheit erreicht hatte. Diese Ansage hat natürlich für einige Aufregung im Saal gesorgt, aber es wurde per Abstimmung beschlossen, die neu gerechneten Zahlen zu akzeptieren und damit die geänderte Herdebuchordnung anzunehmen.

    Bestimmungen zur Körung der Basishengste
    Die nachträglich bekannt gewordene Annahme des Herdebuches hatte zur Folge, dass nochmals über die Körung der Basishengste diskutiert und abgestimmt werden musste. Ein schriftlicher Antrag lag vor, welcher verlangte, dass auch Basishengste in Glovelier 18 Punkte erreichen müssen (statt nur 15 Punkte, wie vom Vorstand und den Kommissionen vorgeschlagen), damit sie weiter zur Körung beurteilt werden. Dieser Antrag wurde dann mit 57 zu 41 Stimmen angenommen.

    Fazit aus Sicht der IG OFM

    Text: Stefanie Meier

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    Neue Kategorie Basis der Herdebuchordnung

    Für die Basispferde hat der Zuchtverband die Definition der IG übernommen, d.h., die Grenze des Fremdblutanteils liegt bei 2%, gerechnet wird ausgehend vom Stichtag 1. Januar 1950. Unser «Original Freiberger» entspricht also genau dem «Basispferd» in der neuen Herdebuchordnung. Die beiden Begriffe sind deckungsgleich.
    Neben den bisherigen Klassen A, B und C (zusammengefasst Kategorie Stud-Book genannt) gibt es also neu die Kategorie Basis (siehe Abbildung 1). Während die bisherigen Stud-Book-Klassen einander ausschliessen (ein Pferd kann nur in A oder B oder C klassiert sein), kann ein OFM gleichzeitig in der Kategorie Stud-Book und in der Kategore Basis eingeteilt sein. Das gilt für Hengste und für Stuten.

    Abbildung 1: Grafische Unterteilung des Herdebuchs
    Herdebuch
    Sektion Reinzucht Sektion Kreuzungen
    Kategorie Stud-Book Kategorie Basis Kategorie Register
    Klasse A Klasse B Klasse C

    Für die Eintragung in die Kategorie Basis gelten folgende Kriterien:

    Das Bestehen des Stationstests für Hengste und des Feldtests für Stuten sind also nicht zwingend für die Eintragung in der Kategorie Basis. Nur wer seinen OFM auch in der bisherigen Kategorie Stud-Book klassieren will, muss mit allen bisherigen Anforderungen auch Stations- bzw. Feldtest bestehen. Wünschenswert ist es auf alle Fälle, dass Basispferde zusätzlich die Qualifikation für die Kategorie Stud-Book ausweisen können. So kann auch die Zucht der Basispferde auf einem hohen Niveau erfolgen.
    Ein Fohlen erhält je nach Kategorisierung der Elterntiere einen Abstammungsschein (Eltern zur Zucht geeignet) oder einen Identitätausweis (wenn ein Elterntier oder sogar beide Elternteile in der FM-Zucht nicht erwünscht ist/sind). Die Abbildung 2 stellt dies grafisch dar.

    Abbildung 2: Grafische Darstellung der Eintragung der Fohlen bei der Geburt
    Mutter
    Vater
    Kategorie
    Stud-Book
    Kategorie
    Basis
    Kategorie
    Register
    Sektion
    Kreuzungen
    Kategorie
    Stud-Book
    Abstammungsschein Abstammungsschein Identitätsausweis Identitätsausweis
    Kategorie
    Basis
    Abstammungsschein Abstammungsschein Identitätsausweis Identitätsausweis
    Kategorie
    Register
    Identitätsausweis Identitätsausweis Identitätsausweis Identitätsausweis
    Sektion
    Kreuzungen
    Identitätsausweis Identitätsausweis Identitätsausweis Identitätsausweis

    Text: Stefanie Meier

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    IG OFM
    Interessengemeinschaft zur Erhaltung
    des Original Freiberger Pferdes